Wien: Yang Yang und ihre Zwillinge

Posted by Jola
Sooo eine müde Panda-Mama und frischer Bambus in der Geburtsbox! 23. Tag, , 29. August 2016

Sooo eine müde Panda-Mama mit den Zwillingen und frischem Bambus in der Wurfbox! 23. Tag, 29. August 2016

Die Panda-Babys sind heute, 5. September 2016, 30 Tage alt – ich hoffe, es geht ihnen weiterhin gut; das letzte Video gestern Abend auf –> Youtube bzw. auf der –> Tiergarten-Website war vom 1. September 2016 (26. Tag). Mama Yang Yang wirkt auf den Videos immer müder, die Zwillinge dürften auch immer mehr Zeit auf dem Boden und nicht nur geschützt auf ihrem warmen Bauch verbringen …

Yang Yang und Zwillinge

Und man sieht auch beim genaueren Hinschauen, dass immer mehr frischer Bambus vor und in der Wurfbox liegt. Diesen holt Yang Yang aus dem Nebenraum Backstage (das wurde auf Nachfrage bestätigt) – leider hat der Tiergarten bisher nichts darüber verlautbaren lassen, wie lange sie beim Bambus-holen und auf die „Toilette-gehen“ die Babys alleine läßt und ab dem wievielten Tag sie die Wurfbox schon verläßt. Jedenfalls sieht man frischen Bambus bereits auf dem Video von Tag 10:

Yang Yang und Zwillinge

Angesichts der neuerlichen Geburt von Panda-Zwillinge in Atlanta, die man wieder live via –> Panda-Cam Zoo Atlanta mitverfolgen konnte, und der Fürsorge, mit der Panda-Mama Lun Lun und ihre Zwillinge von ihren BetreuerInnen und den zur Unterstützung extra eingeflogenen erfahrenen chinesischen Kollegen umgeben sind, ist die „bei Super-Mama Yang Yang schauen wir nur zu“-Einstellung in Wien immer weniger nachvollziehbar. Yang Yang hat Fu Bao, als er ihr im Krabbelalter zu lästig wurde, in die Baumhöhle gesteckt und ihn nur dann versorgt, gewärmt und sich mit ihm beschäftigt, wenn sie Lust dazu hatte. Der kleine Kerl konnte ja nicht raus und zu Mama laufen, wenn er hungrig war, denn das konnte er erst nach sechs (!) Wochen in der Baumhöhle (es hieß nur „der Natur freien Lauf lassen“ und „er bleibt drinnen, bis er alleine raus kommt“). Was passiert, wenn die Zwillinge Yang Yang auch auf die Nerven gehen und sie eines, wenn nicht sogar beide nicht mehr ausreichend umhegt und umsorgt? Bisher wurde nirgends drüber berichtet, welche Vorkehrungen der Tiergarten getroffen hat für den Fall, dass etwas in dieser Richtung passiert. In jedem Interview hieß es ausdrücklich „wir beobachten nur und greifen nicht ein!“.

Einige Screenshots aus den Videos Tag 23 und Tag 26:

Übrigens, in Wien gibt es auch auf der riesigen Videowall nach wie vor nur die lt. TGS aktuellen Best-of Video-Clips aus den vergangenen Tagen. Es gibt nicht mal vor Ort einen Live-Stream aus der Wurfbox, der Tiergarten „möchte das nicht haben“. An den Kosten kann es ja nicht liegen, das Aufstellen dieser riesigen Wand und der Stromverbrauch werden jetzt ja auch finanziert …

Und, alle Beiträge auf zoobesuche.at zu Yang Yang und den beiden Mini-YYs sind nun zusammengefaßt auf der Seite Panda-Zwillinge zu finden. 🙂

Videos Wurfbox © Tiergarten Schönbrunn; Screenshots: Jola Belik

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1 Kommentar zu „Wien: Yang Yang und ihre Zwillinge“

  1. Conny B sagt:

    Danke für diesen hinterfragenden Bericht. Viele denken so.

    Welch eine Logik im Jahr 2016 ein Tier in ein Gehege zu stecken und es sich dann selbst zu überlassen. (und nein, ich bin kein Zoo-Gegner, kann aber diese Vorgehensweise nicht befürworten).

    Abgesehen davon frage ich mich, wie dieser riesige Screen mit Artenschutz und Nachhaltigkeit zusammen passt. Den Bildungsauftrag sehe ich auch nicht erfüllt, wenn die Videos nicht mal ansatzweise tagesaktuell sind, und dass in einem Entwicklungszeitraum, in dem die Butzis jeden Tag wachsen.

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